Interministerieller Bewertungsstab: Brand im Hohen Venn (Hautes Fagnes) - derzeit günstige Voraussetzungen für Luxemburg

Der interministerielle Bewertungsstab ist heute erneut zusammengetreten. Er hat die neuesten verfügbaren Informationen zum Waldbrand im Hohen Venn in Belgien und dessen möglichen Auswirkungen auf Luxemburg analysiert.

Angesichts der sich ändernden Wetterbedingungen entwickelt sich die Lage hinsichtlich der Auswirkungen des Rauchs auf Luxemburg positiv.

Entwicklung der Wetterlage

Die jüngsten Prognosen bestätigen eine positive Entwicklung für Luxemburg. Der Wind hat auf West bis Südwest gedreht, und laut Vorhersage soll diese Windrichtung bis Freitag anhalten. Diese Konfiguration dürfte die Ausbreitung von Rauch und Feinstaub in Richtung Luxemburg erheblich einschränken und somit deren Auswirkungen auf die Luftqualität im Großherzogtum verringern.

Luftqualität

Die derzeit in Luxemburg verzeichneten Werte sind nach wie vor niedrig, liegen jedoch weiterhin leicht über den üblicherweise gemessenen Werten. Aktuelle Vorhersagen deuten darauf hin, dass diese Situation in den nächsten drei Tagen anhalten wird.

Zwar hat eine Messstation gestern erneut eine Tageskonzentration von PM10 über 50 µg/m³ verzeichnet, doch ist dieses Ergebnis hauptsächlich auf eine Phase erhöhter Konzentration in der Nacht zurückzuführen. Seit gestern Nachmittag hat sich die Lage deutlich verbessert, und die gemessenen Konzentrationen sind auf einem zufriedenstellenden Niveau geblieben.

Anhand der auf der Website www.emwelt.lu verfügbaren stündlichen Messwerte lässt sich zudem die Entwicklung der Konzentrationen genauer verfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen weiterhin beachten

Angesichts dieser neuesten verfügbaren Informationen werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Maßnahmen für erforderlich erachtet.

Dennoch können Personen, die Rauch bemerken oder sich durch Gerüche belästigt fühlen, weiterhin die folgenden Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

  1. Türen und Fenster geschlossen halten;
  2. die Belastung durch Rauch so weit wie möglich begrenzen;
  3. bei starkem Rauch oder Brandgeruch längere körperliche Aktivitäten im Freien vermeiden;
  4. gegebenenfalls berufliche Tätigkeiten, die mit starker körperlicher Anstrengung verbunden sind, bei starkem Rauch oder Brandgeruch einschränken;
  5. Lüftungsanlagen, die Außenluft zuführen, bei Bedarf vorübergehend ausschalten;
  6. besonders auf gefährdete Personen achten, insbesondere auf Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  7. die Informationen und Empfehlungen der Luxemburger Behörden über die offiziellen Kanäle verfolgen.

Die luxemburgischen Behörden verfolgen weiterhin aufmerksam die Entwicklung der Lage sowie deren mögliche Auswirkungen auf Luxemburg. Neue Informationen oder Empfehlungen werden bei Bedarf über die offiziellen Kanäle bekannt gegeben.

Weitere Informationen

https://environnement.public.lu/fr/loft/air/mesures/mesures-actuelles.html
- APP Meng Loft -
www.emwelt.lu
www.infocrise.lu
www.lu-alert.lu
www.meteolux.lu - - -

Teilnehmende Behörden:

Umweltamt; Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA); Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS); Gesundheitsbehörde; Hochkommissariat für nationale Sicherheit (HCPN); Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt (ITM); MeteoLux; Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend.